Die Wirtschaftsinformatik hat ihre Wurzeln in den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre und Informatik. Sie befasst sich mit der Wissenschaft von Entwurf, Entwicklung und Anwendung von Informations- und Kommunikationssystemen in Unternehmen in Wirtschaft und Öffentlicher Verwaltung. Hierbei wird der Fokus auf das Entwickeln und Betreiben komplexer Systeme gelegt. Dabei sind diese Systeme nicht zwangsläufig als elektronische Systeme zu verstehen. Viel mehr entwickelt die Wirtschaftsinformatik für reale, soziale und wirtschaftliche Systeme Modelle und versucht, daraus Anforderungen für Informationssysteme zu formulieren, die Informationsmodelle hervorbringen, die vor allem ökonomischen Gesichtspunkten gerecht werden. Hinzu kommt, wie aus solchen Systemen Daten, Informationen und Wissen gewonnen werden und wie sie solchen Systemen bereitgestellt werden können.
Welche Chancen bestehen auf dem Arbeitsmarkt?
Die starke Verflechtung der Informatik und der Betriebswirtschaftslehre ermöglichen einen beruflichen Einstieg in der freien Wirtschaft sowie in öffentlichen Institutionen. Während der Informatiker für die Entwicklung technischer Informationssysteme prädestiniert ist, analysiert und bewertet der Wirtschaftsinformatiker diese Informationssysteme auf Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit. In der Regel entscheidet der Wirtschaftsinformatiker, ob es beispielsweise zu einer Systemeinführung oder -umstellung kommt. Daraus ergeben sich die Wichtigkeit und die großen Bedarfe an Wirtschaftsinformatikern.


